DKMS zeichnet St. Kaspar als engagierte Schule im Kampf gegen Blutkrebs aus

 

Bereits zum dritten Mal veranstaltete das Gymnasium eine Typisierungsaktion.

 

Siegel der DKMS.

„Wir retten Leben.“ Mit dieser Auszeichnung darf sich das Neuenheerser Gymnasium schmücken. Durch inzwischen drei Typisierungsaktionen, die der Schulsanitätsdienst (SSD) in Neuenheerse in Zusammenarbeit mit der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) durchgeführt hat, konnten insgesamt 155 potenzielle Spenderinnen und Spender in die lebensrettende Datei aufgenommen werden. Besonders erfreulich: In dieser Gruppe kam es bereits zu fünf Stammzellspenden. „Mit deiner Stammzellspende hilfst du einem Menschen, seine Krankheit zu besiegen, und gibst ihm damit eine zweite Lebenschance“, so Andreas Gottschalk, der den SSD leitet.

Wie bei den vorangegangenen Aktionen gab es auch in diesem Jahr wieder großen Andrang. Die Typisierung fand am Elternsprechtag statt. Dies ermöglichte auch Eltern, sich unkompliziert registrieren zu lassen. Dazu wurden mit Wattestäbchen Abstriche der Wangenschleimhaut gemacht. Der SSD versendete die Wattestäbchen samt ausgefüllter Einverständniserklärung an ein Labor der DKMS. Grundsätzlich können sich Menschen zwischen 17 und 55 Jahren erfassen lassen.

Bendikt Goesmann sowie Franziska Wibbeke, Isabell Schonlau und Lehrer Andreas Gottschalk vom Schulsanitätsdienst (v.l.n.r.) informieren interessierte Schüler und Eltern.
Bendikt Goesmann sowie Franziska Wibbeke, Isabell Schonlau und Lehrer Andreas Gottschalk vom Schulsanitätsdienst (v.l.n.r.) informieren interessierte Schüler und Eltern.

Die zuvor letzte Neuenheerser Typisierungsaktion fand vor drei Jahren statt. Damals wurde auch auf das Schicksal einer an Knochenkrebs erkrankten jungen Altenbekenerin aufmerksam gemacht. Die junge Frau überlebte die schwere Krankheit nicht und verstarb. Ihr Mann, Benedikt Goesmann, möchte nun die DKMS im Kampf gegen Leukämie auf besondere Weise unterstützen. Seine Spendenaktion „Ride for ALL“ wird ihn mit dem Fahrrad von Altenbeken nach Portugal führen. Doch zuvor besuchte er die Neuenheerser Schule. Im Vorfeld der Typisierungsaktion informierte er Oberstufenschüler über die tückische Krankheit und konnte auch hier für das Thema sensibilisieren.

Weitere Informationen zur Spendenaktion Goesmanns unter: www.ride-for-all.de

Phoenix Contact übernimmt Unterricht am Gymnasium St. Kaspar

 

Blomberger Unternehmen bietet interessierten Schülerinnen und Schülern Einblick in die Arbeitswelt.

 

Einen ganz ungewöhnlichen Schultag erlebten 25 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 9 und 10. Unterrichtet wurden sie nämlich nicht von ihren Lehrern, sondern von Auszubildenden und dualen Studenten der Blomberger Firma Phoenix Contact. Frei nach dem Motto „Schulprojekt: CONTACT School – Phoenix Contact übernimmt euren Unterricht“ konnten die Jugendlichen in ganz unterschiedliche Berufsfelder hineinschnuppern. „Der niedrigschwellige Austausch mit Auszubildenden und Studenten fällt den Schülern leichter und eröffnet ganz neue Sichtweisen auf die verschiedenen Berufe“, so Anna Maria Abraham, die die Berufsorientierung in Neuenheerse mitorganisiert.

Nach einem lehrreichen Tag posieren die teilnehmenden Gymnasiasten für ein Gruppenfoto. Die Schüler in der ersten Reihe zeigen ihre Elektromotoren.
Nach einem lehrreichen Tag posieren die teilnehmenden Gymnasiasten für ein Gruppenfoto. Die Schüler in der ersten Reihe zeigen ihre Elektromotoren.

Wählen konnten die interessierten Gymnasiasten zwischen einem kaufmännischen Workshop, einem IT- sowie einem Technik-Lehrgang. So erfuhren sie beispielsweise, wie abwechslungsreich ein kaufmännischer Beruf sein kann und welche Skills gefordert sind. Unterstützt von den Blomberger IT‘lern konnten sich auch die Nicht-Informatiker erste Schritte im Programmieren aneignen. Ein Highlight war sicherlich der Technik-Workshop: Nachdem die Teilnehmer die Funktionsweise des Elektromotors erarbeitet hatten, bauten sie ihren eigenen Motor zusammen und durften ihn als Erinnerung sogar behalten.

Für Abraham und ihre Kollegin Sarah Topp war dies ein durchaus gelungener Tag. Immerhin durften ihre Schützlinge neben allerlei Informationen auch reichlich praktische Erfahrungen sammeln.

St. Kaspar erinnert an den Krieg in der Ukraine

 

Wöchentliches Friedensgebet und weitere Solidaritätsaktionen für die Ukraine.

 

Von Schülerinnen und Schülern gestaltete bunte Mahnmale erinnern vor dem Haupteingang der Schule an den Krieg in der Ukraine.
Von Schülerinnen und Schülern gestaltete bunte Mahnmale erinnern vor dem Haupteingang der Schule an den Krieg in der Ukraine.

Der Krieg in der Ukraine dauert nun schon über einen Monat an und beschäftigt auch weiterhin die Schulgemeinschaft.

Unter dem Motto #prayerforpeace treffen sich jetzt jeden Montag Schülerinnen, Schüler, Lehrerinnen und Lehrer zum gemeinsamen Friedensgebet. Lehrerinnen, die in der derzeitigen weltpolitischen Situation einen Weg aus der Resignation suchten, haben die Aktion initiiert. Die Gebete werden im Religionsunterricht vorbereitet. Schülerinnen und Schüler gestalten nun die wöchentlichen Andachten auf freiwilliger Basis.

„Es wurde deutlich, dass die Schülerinnen und Schüler angesichts der Situation in der Ukraine traurig sind und sich hilflos fühlen. Hier half die intensive Vorbereitung des Friedensgebets und auch die Auseinandersetzung mit biblisch-theologischen Texten“, berichtet Lehrerin Marie Wegener. In ihrem Unterricht plante die Klasse 9b eine der Aktionen. Dazu suchten die Lernenden eigenständig Texte aus, wählten geeignete Lieder und schrieben Fürbitten, die ihre ganz persönlichen Gedanken beinhalten. „Die Jugendlichen entwickelten das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun und im Gebet derer zu gedenken, denen es aktuell nicht gut geht. Sie haben sich selbst dazu ermutigt, für Solidarität und Frieden einzustehen“, so die Religionslehrerin. Die Schüler sehen es ähnlich. Der Krieg sei schließlich ein wichtiges Thema, das nicht nur in die Nachrichten, sondern auch auf den Schulhof gehöre. Die beteiligten Neuntklässler möchten sich auch nach den Osterferien durch das gemeinsame Beten solidarisch mit den Kriegsopfern zeigen.

Eine Schülerin gestaltet ihren „Friedensstein“.
Eine Schülerin gestaltet ihren „Friedensstein“.

Die Schülervertretung ist ebenfalls weiterhin aktiv. Nachdem bereits die Schulgemeinschaft in Form eines riesigen Peace-Zeichens fotografiert wurde, forderte die SV ihre Mitschüler auf, Steine mit Friedensbotschaften zu bemalen. So kamen rund 150 farbenfrohe Mahnmale zusammen, die einen Jeden nun auf dem Weg ins Schulgebäude innehalten lassen.

Fünftklässler beschäftigen sich kreativ mit Thema „Wasser“

 

Neuenheerser Schüler beteiligen sich am Wettbewerb der Bad Driburger Naturparkquellen.

 

Welche Bedeutung hat Wasser für uns? In verschiedenen Projekten konnten die Kinder der Klasse 5b sich mit dieser Frage auseinandersetzen. So entstanden ganz verschiedene Werke: Bilder, Gedichte oder eigens kreierte Spiele.

Stolz präsentieren die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5b ihre Werke im Klostergarten der Schule.
Stolz präsentieren die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5b ihre Werke im Klostergarten der Schule den Mitarbeiterinnen der Bad Driburger Naturparkquellen (hintere Reihe 2. und 3. von links). Neben Schulleiter Matthias Nadenau (hintere Reihe Mitte) darf natürlich auch das Klassenlehrer-Team Steffen Lausen (hintere Reihe links) und Christin Johlen (hintere Reihe rechts) nicht fehlen.

„Wasser hat eine zentrale Bedeutung für das Leben“, so Klassenlehrerin Christin Johlen. Im Rahmen der Glaubenswerkstatt diskutierten die Mädchen und Jungen auch unter religiösen Aspekten ihre Ideen zum nassen Element. Dabei galt es, sich zunächst in Gruppen zu organisieren und die Projekte selbstständig zu planen, bevor sie dann ganz praktisch umgesetzt werden konnten.

Die fertigen Werke übergaben sie stolz den Bad Driburger Naturparkquellen. Dabei bot sich die Gelegenheit, mit Mitarbeiterinnen der „Wasser-Firma“ ins Gespräch zu kommen. Gefreut haben sich die Schüler auch über eine Einladung, die Firma bald zu besichtigen.

Während die Klasse nun gespannt auf die Prämierung der Werke wartet, reflektiert Johlen die Schülerprojekte mit den jungen Künstlern: „Die Schülerinnen und Schüler sind sich einmal mehr der Bedeutung von Wasser für das eigene Leben und des nachhaltigen Umgangs der knappen Ressource bewusst geworden und haben darüber hinaus hervorragende Zusammenarbeit in den verschiedenen Projektgruppen geleistet.“

Geschichtsunterricht vor Ort: Neuenheerser Schüler besuchen Wewelsburg

 

Neuntklässler informieren sich in Dauerausstellung über NS-Zeit.

 

Schülerinnen und Schüler der Klasse 9a besichtigen den ehemaligen Steinbruch am Fuße der Wewelsburg, in dem viele Häftlinge bis zu Erschöpfung und Tod arbeiten mussten.
Schülerinnen und Schüler der Klasse 9a besichtigen den ehemaligen Steinbruch am Fuße der Wewelsburg, in dem viele Häftlinge bis zu Erschöpfung und Tod arbeiten mussten.

Jährlich besuchen die Neuntklässler des Neuenheerser Gymnasiums mit ihren Geschichtslehrern die Bürener Wewelsburg, so auch in diesem Jahr. In zwei Gruppen wurden die Jugendlichen durch die Burg sowie die Dauerausstellung „Ideologie und Terror der SS“ geführt. Heute dient der Ort als Erinnerungs- und Gedenkstätte für die Verbrechen der Nationalsozialisten. Denn im Dritten Reich bauten die Nationalsozialisten die 400 Jahre alte Dreiecksburg zu einem SS-Versammlungsort um.

Am Fuße der Burg erfuhr die Schülergruppe, dass die Nationalsozialisten dort einen Steinbruch für den Umbau der Burganlage angelegt und unweit ein Konzentrationslager errichtet hatten. Die Nazis zwangen die rund 3.900 Häftlinge, die Bauarbeiten vorzunehmen. Jeder dritte Insasse im KZ Niederhagen/Wewelsburg überlebte die Tortur nicht. So mussten auch im Steinbruch viele Häftlinge bis in den Tod arbeiten.

Die Schülerinnen und Schüler an solch historischen, in der Nähe gelegenen Lernorten zu sensibilisieren, ist ihnen, darin sind sich Lehrer Jörg Lange und seine Kollegin Marie Wegener einig, ein besonderes Anliegen. Zum einen werde hier die konkrete Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit neu zugänglich. Zum anderen seien aber etwa Neonazismus und Rechtsradikalismus leider auch in der heutigen Zeit präsent und die Wewelsburg als geplante Kultstätte der SS habe innerhalb dieser rechten Ideologien eine besondere Bedeutung. Umso aktueller erscheint die Botschaft, die jetzt kontrastierend im ehemaligen „SS-Obergruppenführersaal“ zu lesen ist: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“

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